Interkommunale Zusammenarbeit bei Atemschutz und Schläuchen

12. April 2019
Die Gemeinden Berchtesgaden und Ramsau haben eine interkommunale Zusammenarbeit ihrer Feuerwehren bei Atemschutztechnik und Druckschläuchen gestartet

Nach der Unterzeichnung entsprechender Vereinbarungen durch die beiden Bürgermeister von Ramsau und Berchtesgaden arbeiten die Feuerwehren der beiden Gemeinden ab sofort vor allem in den Bereichen Atemschutz und Schläuche interkommunal sehr eng zusammen.

Bei der Atemschutztechnik einigte man sich nicht nur auf einen gemeinsamen Gerätestandard, sondern auch auf eine zentrale Wartung in der erst 2018 neu eröffneten Atemschutzpflegestelle der Feuerwehr Berchtesgaden, im Regelbetrieb zum größten Teil durch den hauptamtlichen Gerätewart. In diesem Rahmen stellen sich die Feuerwehren ihre eigene Atemschutztechnik gegenseitig in Form einer gemeinsamen Einsatzreserve zur Verfügung. So können das Ehrenamt entlastet und Synergien im Bereich der Pflegestelle und Technik genutzt werden. Zudem können durch die Reserve die Einsatzfahrzeuge nach Einsätzen und Übungen schneller wieder einsatzklar gemacht werden. Bei den Druckschläuchen ging man einen Schritt weiter und übertrug auch das Eigentum des vorhandenen Materials auf einen gemeinsamen Pool, der an der Schlauchpflegestelle im Feuerwehrhaus Berchtesgaden stationiert ist. Auch hier geht es um Synergien, Kostenersparnis und eine langfristige Reduktion der Lagerbestände bei gleichzeitiger Durchmischung des Materials, um Lagerschäden zu vermeiden. Immerhin geht es um mehrere hundert Druckschläuche, die von beiden Wehren eingebracht werden.

Aktuell werden die Atemschutztechnik und die Schläuche der Feuerwehr Ramsau in der gemeinsamen Online-Verwaltungssoftware FwPortal angelegt und mit Barcodes versehen (siehe Fotos), denn die Dokumentation aller Vorgänge läuft natürlich digital. Die Prozesse werden sich die nächsten Wochen noch einlaufen müssen, doch standen und stehen die Verantwortlichen beider Feuerwehren dazu in engem Kontakt.

Die Vereinbarungen sind nach Mustern bereits erfolgreich praktizierter Kooperationen in anderen Regionen gestaltet. Die Regelungen sind dabei so formuliert, dass auf Wunsch auch weitere Kommunen bzw. Feuerwehren beitreten könnten.